Wir über uns



Der Verein


Die Anfänge der Sternwarte (Foto: Archiv)

Die Arbeitsgemeinschaft Volkssternwarte Hagen e.V. wurde am 9. November 1955 durch Albert Schäfer, Paul Engemann und Wilm Langhorst gegründet.

Eine erste Bleibe fanden die Hagener Sternfreunde in einem ehemaligen Verkaufspavillion neben dem Eugen-Richter-Turm. Dort traf man sich regelmäßig und diskutierte über astronomische Themen. Die ersten Beobachtungen mit kleinen Privatgeräten fanden auf einem Platz vor dem Eugen-Richter-Turm statt. Durch die ständig wachsende Zahl der Mitglieder und dem auch damals schon regen Interesse der Öffentlichkeit wurde der Platz in der bisherigen Bleibe immer enger und es kam der Wunsch nach einem eigenen Sternwartengebäude.



Luftaufnahme (Foto: Marcel Klein)
Dank der Hilfsbereitschaft des damaligen Oberbürgermeisters Helmut Turck und des Oberstadtdirektors Karl Jellinghaus wurde uns, direkt neben dem alten Standort, ein Baugrundstück zur Verfügung gestellt. In den Folgejahren wurde ein eigenes Sternwartengebäude in Eigenarbeit errichtet, welches im März 1962, in Anwesenheit von Vertretern der Stadt Hagen und einem Fernsehteam, seiner Bestimmung übergeben wurde. In späteren Jahren erfolgten weitere ergänzende Baumaßnahmen in Selbstbauweise. Auf dem Hauptgebäude entstand ein Beobachtungsraum mit einem abfahrbaren Dach, ein als Küche und Aufenthaltsraum dienender Anbau, sowie ein Beobachtungsturm mit mehreren Räumen und einer oben abschließenden Kunststoffkuppel mit einem Durchmesser von über sechs Metern.


Kuppelgebäude (Foto: Marcel Klein)
Das errichtete Turmgebäude blieb aus finanziellen Gründen über viele Jahre leider ungenutzt und wurde erst ab dem Jahr 2001 für die Himmelsbeobachtung hergerichtet. Als passender Zeitpunkt der Fertigstellung wurde das 50 jährige Jubiläum im Jahre 2005 gesetzt. Innerhalb dieser Zeitspanne wurde der Beobachtungsturm grundsaniert, die Kuppel in aufwendiger Arbeit restauriert und nach Abschluss der baulichen Maßnahmen ein 50 cm Hypergraph Spiegelteleskop im Kuppelraum installiert. So gut wie alle Maßnahmen im Rahmen des Turmprojektes wurden ebenfalls in Eigenarbeit der Mitglieder durchgeführt und zum größten Teil durch den damaligen Geschäftsführer Bernd Rafflenbeul vorangetrieben.


Vortragsraum (Foto: Marcel Klein)
Die heutigen Gebäude der Volkssternwarte bieten einen großen und multimedial gut eingerichteten Vortrags- und Präsentationsraum mit Platz für über 50 Personen, eine umfangreiche Bilbliothek mit über 2.500 Büchern und Zeitschriften zum Thema Astronomie und weiten Teilen der Naturkunde, einen Beobachtungsraum mit zwei fest installierten 25 cm Spiegelteleskopen, eine Wetterstation, einen gut ausgerüsteten Arbeitskeller - u.a. zur Herstellung und Wartung der Beobachtungsinstrumente, eine Küche, einen Übernachtungsraum, ein Büro und nicht zuletzt dem zum 50 jährigen Bestehen der Volkssternwarte fertiggestellten Beobachtungsplatz im Kuppelgebäude mit einem computergesteuerten 50 cm Spiegelteleskop und einem angeschlossenen Steuerungsraum.


Besucherführung (Foto: Marcel Klein)

Die Gebäude und Einrichtungen der Sternwarte Hagen bieten den Mitgliedern hervorragende Möglichkeiten zur Himmelsbeobachtung und der astronomischen Weiterbildung. Der satzungsgemäß festgeschriebene wichtigste Aktionsbereich der Arbeitsgemeinschaft muss hier allerdings auch genannt werden - die Öffentlichkeitsarbeit. Seit Gründung des Vereins bieten wir regelmäßige Öffnungszeiten, umfangreiche Fachvorträge und viele weitere Veranstaltungen an. Neben zahlreichen Einzelbesuchern finden auch viele Schulklassen, Vereine, Kindergeburtstage und andere Gruppen den Weg zum Eugen-Richter-Turm, sodass wir pro Jahr bis zu 6.000 Personen an der Sternwarte begrüßen dürfen. Neben den Himmelsbeobachtungen und Besucherführungen sind wir auch auf zahlreichen Messen und Ausstellungen vertreten.

Alle Veranstaltungen werden von den Mitgliedern der Sternwarte im Ehrenamt durchgeführt. Finanziert wird unsere Arbeit durch Mitgliedsbeiträge und Spenden.

Die Teilnahme an unserem vielseitigen [Programm] ist kostenlos.




Panorama-Aufnahmen vom Sternwarten-Dach und Eugen-Richter-Turm

Panorama-Aufnahme (Foto: Manfred Kundt)
Ausschnitt aus einer Panorama-Aufnahme

Nachfolgend bieten wir Ihnen zwei Panorama-Aufnahmen in brillianter Bildqualität von Sternwarte und Eugen-Richter-Turm.

Zum Anzeigen der Kugelpanoramen benötigen Sie, je nach Format, entweder den Apple-QuickTime-Player oder den Adobe-Flash-Player (beide kostenlos). Navigation im Panorama mit gedrückter linker Maustaste, zoomen mit Taste "STRG" bzw. "Umschalt".


Panorama "Beobachtungs-Dach der Sternwarte"
Format: QuickTime
Format: Flash
anzeigen

Panorama "Aussichtsplattform Eugen-Richter-Turm"
Format: QuickTime
Format: Flash
anzeigen

Alle Panorama-Aufnahmen: Manfred Kundt




Unsere "Arbeitsgeräte" - kurz vorgestellt

Hypergraph (Foto: Marcel Klein)
Hypergraph (Foto: Marcel Klein)

Der Hypergraph

Hypergraph-Teleskop mit 50 cm Spiegeldurchmesser und einer Brennweite von 4 Metern. Es kann zusätzlich als leistungsstarke Astro-Kamera mit 1,5 Metern Brennweite und einem Öffnungsverhältnis von f/3 eingesetzt werden. Das Fernrohr ist voll computergesteuert und wurde anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Sternwarte im Oktober 2005 in Betrieb genommen.

Es wird hauptsächlich zu abendlichen Himmelsbeobachtungen während unserer wöchentlichen Besuchszeiten und zur Beobachtung und Vermessung von Asteroiden,sowie zur Fotografie eingesetzt und ist unter der großen Kuppel im Beobachtungsturm beheimatet.

Zahlreiche fotografische Aufnahmen, die durch dieses Fernrohr gewonnen wurden, finden Sie in unserem [Bilderarchiv].



Schiefspiegler (Foto: Marcel Klein)
Schiefspiegler (Foto: Marcel Klein)
Der Schiefspiegler

Der Schiefspiegler besitzt einen Spiegeldurchmesser von 25 cm und eine Brennweite von fünf Metern und wurde von unserem Mitglied Horst Groß in Eigenbauweise errichtet. Aufgrund der hohen Brennweite bietet sich dieses Gerät hauptsächlich zur Planeten- und Mondbeobachtung an.

Mit einem angebauten Zusatzfernrohr inklusive Sonnenfilter können Gasausbrüche auf unserem Zentralgestirn sichtbar gemacht werden.

Das Fernrohr ist im Beobachtungsraum auf dem Hauptgebäude fest installiert.



Schmidt-Cassegrain-Teleskop
Schmidt-Cassegrain Teleskop
Schmidt-Cassegrain Teleskop

Hierbei handelt es sich um ein Spiegelteleskop mit einem Hauptspiegeldurchmesser von 28 cm und einer Brennweite von 2,8 Metern.

Es ist ideal zur Planetenbeobachtung und -fotografie geeignet. Dank einer Computersteuerung können mit diesem Fernrohr aber auch lichtschwache Deep-Sky-Objekte wie z.B. Sternhaufen automatisch angefahren werden. Mit einem speziellen Zusatzfernrohr wird tagsueber die Sonne beobachtet.

Dieses Fernrohr ist ebenfalls im Beobachtungsraum stationiert.



Dobson-Teleskope (Foto: Marcel Klein)
Dobson-Teleskope (Foto: Marcel Klein)
Dobson-Teleskope

Diese beiden "transportablen" Newton-Teleskope der Bauart "Dobson" mit Hauptspiegeldurchmessern von 25 bzw. 40 cm können zu besonderen astronomischen Ereignissen mit hohem Besucheraufkommen bei Bedarf auf unserer Beobachtungsterrasse aufgebaut werden.

Beide Teleskope eigenen sich aufgrung der hohen Lichtstärke besonders zur Beobachtung der sogenannten Deep-Sky-Objekte - etwa lichtschwache Galaxien oder Gasnebel.




Unsere Mitglieder

Unsere Mitglieder
Unsere Mitglieder

Der Verein der Volkssternwarte Hagen umfasst momentan ca. 45 Mitglieder, die sich alle ehrenamtlich betätigen.

Einige von Ihnen stellen sich auf unserer [Mitglieder-Seite] vor.




Tätigkeitsbereiche der Sternwarte

Nachfolgend finden Sie einige Artikel über die Aktivitäten der Sternwarte bzw. deren Mitglieder - untergliedert in verschiedene Themengebiete:




Besucherführung (Foto: Archiv)
Öffentlichkeitsarbeit

Eine der wichtigsten Aufgaben unserer Arbeitsgemeinschaft ist die Pflege und Verbreitung der volkstümlichen Astronomie. Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit gehört dazu im allgemeinen die Verbreitung astronomischen Wissens in Wort und Schrift. Dieses setzen wir um in Form unserer wöchentlichen Öffnungszeiten, diverser Vorträge und Großveranstaltungen, z.B. bei größeren astronomischen Ereignissen, Teilnahme an Messen, Führungen von Schulklassen, Vereinen und sonstigen Gruppen und Durchführung von Astronomie-Kursen.

Einen Überblick über unsere Programmpunkte finden Sie [hier].




Wetterhütte (Foto: Marcel Klein)
Meteorologie - Wetterstelle Eugen-Richter-Turm

Seit der Gründung der Volkssternwarte, die nunmehr schon über 50 Jahre zurückliegt, werden am Eugen-Richter-Turm nicht nur astronomische Beobachtungen durchgeführt, sondern auch Beobachtungen und Aufzeichnungen des Wetters. Jeden Tag werden die wichtigsten Wetterdaten von den Mitgliedern akribisch notiert.

Weitere Informationen zu unserer Wetterstelle finden Sie [hier].




Nebensonne (Foto: Günter Röttler)
Beobachtung atmosphärischer Erscheinungen

Zu den bekanntesten atmosphärischen Erscheinungen gehören Regenbögen, nachtleuchtende Wolken, Polarlichter, Meteore und Haloerscheinungen um Sonne und Mond. Diese Phänomene werden von den Mitgliedern unserer Sternwarte schon seit vielen Jahren beobachtet und fotografiert.

Weitere Informationen zum Thema "atmosphärische Erscheinungen" finden Sie [hier].




Meteoriten-Ortungskamera
(Foto: Marcel Klein)
Meteoriten-Ortungskamera

Seit vielen Jahren schon betreuen wir eine Meteoriten-Ortungskamera in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Diese Kamera befindet sich auf dem Dach der Sternwarte und zeichnet die in der Nacht fallenden Sternschnuppen auf. Durch ein deutschlandweites Meteorkamera-Netz kann anhand der gewonnenen Aufnahmen der ungefähre Einschlagsort der Meteoriten berechnet werden.

Informationen zur Funktionsweise der Meteoriten-Ortungskamera sowie gewonnene Aufnahmen finden Sie [hier].



Doppelstern
Doppelstern
Beobachtung von bedeckungsveränderlichen Doppelsternen

Ein weiteres Interessengebiet ist die Beobachtung von bedeckungsveränderlichen Doppelsternen. Man spricht hierbei von zwei oder mehreren Sternen, die im Weltall räumlich beieinander stehen und sich gegenseitig um einen gemeinsamen Schwerpunkt herum umkreisen. Durch die Bahnebene des Systems kann es vorkommen, dass sich die Sterne gegenseitig bedecken und daher Helligkeitsschwankungen auftreten können.

Weitere Informationen und eine Java-Script-Simulation eines Doppelstern-Systems finden Sie [hier].



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